30 Minuten Auszeit im Büro: Selbsthypnose in 6 Schritten!

Veröffentlicht am 15. Januar 2015 in der Kategorie Management & People Skills von

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30 Minuten Auszeit im Büro: Selbsthypnose in 6 Schritten!Für Manager sind Wochenarbeitszeiten von 60 Stunden und mehr bittere Realität. Viele arbeiten am Limit, getrieben von

  • Stress,
  • Termin- und Leistungsdruck,
  • Informationsflut und
  • einem viel zu hohen Arbeitspensum.

Manager tragen große Verantwortung und müssen oft auf Knopfdruck funktionieren. Wenn der Ausfall einer Maschine die Produktion lahm legt, bedarf es schnell der richtigen Entscheidung. Ist der Manager nicht fit, kann das Millionen kosten. Umso wichtiger ist es, für Herausforderungen gewappnet zu sein. Schon eine halbe Stunde Selbsthypnose kann Manager wieder auf Spur bringen.

Was ist Hypnose und wofür ist sie gut?

Hypnose ist ein natürlicher, vielfach schlafähnlicher Zustand - eine Trance. Jeder Mensch kennt hypnotische Zustände und wir erleben sie täglich. Wenn wir beispielsweise eine Strecke im Auto fahren und uns danach an nichts mehr erinnern können, befinden wir uns in einem Trancezustand.

Die Selbsthypnose unterscheidet sich von der Fremdhypnose (z.B. im Rahmen einer Hypnotherapie) dadurch, dass kein fremder Hypnotiseur beteiligt ist. Man versetzt sich selbst in Trance und gibt sich förderliche Suggestionen ein. Hypnose kann helfen,

  • Stress-Situationen zu meistern,
  • die Konzentration zu steigern,
  • Angstzustände zu beseitigen oder
  • um mehr Kreativität,
  • Erfolg,
  • Selbstvertrauen und
  • Selbstbewusstsein zu erlangen.

Im Unterschied zu Entspannungs- und Mentaltechniken wirkt Hypnose nicht nur für den Augenblick, sondern nachhaltig. So können mit Hypnose falsche Denk- und Verhaltensweisen abgebaut und neue impliziert bzw. verstärkt werden.

Jeder kann Selbsthypnose erlernen

Selbsthypnose ist für jeden Menschen, der dieser Methode offen gegenübersteht, leicht erlernbar. Dazu kann ein Seminar besucht oder eine Sitzung bei einem versierten Hypnose-Therapeuten oder Coach absolviert werden. Wer Selbsthypnose autodidaktisch erlernen will, dem bietet der Handel ein umfangreiches Angebot an Hypnose-CDs.

Selbsthypnose ist gerade für Manager attraktiv, weil sie zu jeder Zeit ohne große Vorbereitungen angewandt werden kann. Benötigt werden lediglich ca. 30 Minuten Zeit und ein ruhiger Ort, an dem man ungestört ist.

Ein Beispiel: Ein Manager soll eine Rede vor der Belegschaft halten. Schon der Gedanke, vor so vielen Menschen sprechen zu müssen, macht ihm weiche Knie. Er hat großes Lampenfieber und Angst zu versagen. Er zieht sich in sein Büro zurück und macht eine Selbsthypnose zur Stärkung von Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Nachdem er seine Trance beendet hat, fühlt er sich

  • sicher,
  • stark und
  • gut gewappnet,

um eine exzellente Rede zu halten.

Entspannung für den Erfolg: 6 Schritte zur Selbsthypnose

30 Minuten Auszeit im Büro: Selbsthypnose in 6 Schritten!

1. Die Vorbereitung: 30 Minuten ungestört sein!

Suchen Sie sich einen ruhigen Platz. Schließen Sie die Tür, schalten Sie das Telefon aus und sorgen Sie dafür, dass Sie die nächsten 30 Minuten nicht gestört werden können. Nehmen Sie dann eine bequeme Position auf einem Stuhl oder einem Sofa ein.

30 Minuten Auszeit im Büro: Selbsthypnose in 6 Schritten!

2. Die Übung: Ruhige Atmung & entspannen!

Atmen Sie ruhig ein und zählen Sie dabei bis drei. Halten Sie den Atem zwei bis drei Sekunden an und atmen Sie dann langsam aus, während Sie bis fünf zählen. Warten Sie kurz und beginnen Sie wieder von vorne. Versuchen Sie, bei jedem Ausatmen immer mehr loszulassen und Ihre Glieder ganz bewusst zu entspannen. Indem Sie langsamer ausatmen als Sie einatmen, gelangen Sie schnell in einen entspannten, angenehm gelösten Zustand.

30 Minuten Auszeit im Büro: Selbsthypnose in 6 Schritten!

3. Ihren Blick auf einen Punkt richten!

Durch Fixierung der Augen können die Gedanken auf ein Minimum reduziert werden. Suchen Sie sich etwas, auf dass Sie Ihre Augen fixieren können – beispielsweise einen Punkt an der Wand. Halten Sie Ihren Blick und Ihre Aufmerksamkeit auf diesen Punkt gerichtet. Langsam merken Sie, wie Ihre Augen müde werden und leicht zu brennen beginnen. Versuchen Sie, die Augen noch ein bisschen geöffnet zu halten. Spüren Sie, wie Sie sich immer mehr entspannen.

30 Minuten Auszeit im Büro: Selbsthypnose in 6 Schritten!

4. In die Trance abtauchen & den Körper wahrnehmen

Die Augenlider können nun leicht zu flattern beginnen. Gestatten Sie sich, die Augen zu schließen. Atmen Sie einmal tief ein und langsam aus. Stellen Sie sich dabei vor, wie eine Welle der Entspannung vom Kopf über den Körper bis zu den Füßen fließt. Nehmen Sie bewusst wahr, wo noch Spannungen in Ihrem Körper sind und lassen Sie diese los. Das Loslassen können Sie üben, indem Sie eine Hand fest zur Faust ballen und dann bewusst loslassen. Diese Erfahrung können Sie auf alle anderen Bereiche des Körpers übertragen, wo Sie noch Spannungen spüren.

30 Minuten Auszeit im Büro: Selbsthypnose in 6 Schritten!5. Positive Suggestionen denken!

Beginnen Sie nun mit Suggestionen. Suggestionen sind formelhafte Aussagen (Affirmationen), die Sie sich in der Selbsthypnose geben.

Bei der Formulierung gibt es einiges zu beachten:

  • Beginnen Sie mit dem Wort „Ich“. "Ich bin..."
  • Sprechen Sie in der Gegenwart.
  • Formulieren Sie positiv. "Ich bin vollkommen ruhig und gelassen." Nicht: "Ich bin nicht aufgeregt und ängstlich.“
  • Vermeiden Sie Negationen wie „nicht“, „,kein“ etc. Benennen Sie ganz konkret, was Sie erreichen wollen. Unser Manager könnte sich sagen: „Ich bin ruhig und gelassen. Ich halte sicher und überzeugend meine Rede.“
  • Halten Sie Ihre Suggestionen möglichst kurz.

Auf diese Weise können Sie leicht eigene Suggestionen erstellen. Sie können sich die Suggestionen im Geist vorsagen oder von einer Aufzeichnung anhören. Letzteres hat den Vorteil, dass Sie sich ganz auf den Inhalt der Suggestionen konzentrieren und so schneller in Trance gelangen können.

Bildhafte Vorstellungen & kleine Geschichten helfen

Anstelle bzw. zur Ergänzung verbaler Suggestionen haben sich Imaginationen, also bildhafte Vorstellungen bewährt. Das Unterbewusstsein kann nicht zwischen der Wirklichkeit und einer lebhaften Fantasie unterscheiden.

Während einer Trance können Sie in Gedanken eine Situation wie eine kleine Geschichte vom Anfang bis zum erfolgreichen (gewünschten) Ende durchlaufen. So könnte sich unser Manager vorstellen, wie er voller Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen die Bühne betritt. Er hält eine überzeugende Rede und das Publikum klatscht am Ende begeistert Beifall.

30 Minuten Auszeit im Büro: Selbsthypnose in 6 Schritten!

6. Die Trance angenehm beenden

Wenn Sie Ihre Suggestionen einige Minuten lang verinnerlicht haben, verbleiben Sie noch eine Weile in dem Zustand angenehmer Entspannung.

Kehren Sie dann langsam wieder zurück, indem Sie sich selber sagen: „Ich werde nun langsam wieder aufwachen. Ich zähle von eins bis fünf. Bei fünf angelangt bin ich hellwach, ich fühle mich wohl und bin voller Energie.“

Zählen Sie anschließend von eins bis fünf. Zwischen jeder Zahl strecken Sie sich. Nehmen Sie tiefe Atemzüge, so dass Ihr Kreislauf wieder in Schwung kommt. Bei fünf angelangt öffnen Sie die Augen. Begeben Sie sich in eine aufrechte Position und stehen Sie dann langsam auf.

Tipp: Wer meint, während der Selbsthypnose vielleicht einzuschlafen, kann sich zu Beginn auch einen Wecker stellen.