Weihnachten: So beschenken Sie Ihre Mitarbeiter richtig! [Infografik]

Veröffentlicht am 16. Dezember 2014 in der Kategorie Management & People Skills von

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Im ganzen Land steigen derzeit wieder Weihnachtsfeiern und die Angestellten freuen sich über die Geschenke aus den Chefetagen zum Fest. Aber stimmt das wirklich? Eine aktuelle Umfrage unter 1.500 Arbeitnehmern in Deutschland beweist deutlich, das dies leider nicht der Fall ist: Rund ein Drittel der Deutschen erhält nämlich zu Weihnachten keinerlei Geschenk oder maximal noch eine Grußkarte vom Chef. Dabei könnten Arbeitgeber gerade diese Zeit des Jahres nutzen, um die Wünsche der Mitarbeiter umzusetzen und ihnen so eine entsprechende Wertschätzung entgegenzubringen.

Durch falsche Weihnachtsgeschenke entstehen Verlustgeschäfte!

Die Wünsche der Arbeitnehmer zeigt die Umfrage deutlich: 73 Prozent erhoffen sich von ihrem Arbeitgeber Gutscheine oder Sonderzahlungen zum Fest. Allerdings erhielten im vergangenen Jahr nur 34 Prozent ein solches Weihnachtsgeschenk vom Arbeitgeber.

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Der Wunsch der Arbeitnehmer nach Gutscheinen oder Sonderzahlungen liegt nicht zuletzt darin begründet, dass sich die Mitarbeiter hiermit solche Dinge finanzieren können, die sie auch wirklich brauchen oder möchten. Bereits vor gut 20 Jahren veröffentlichte der US-Ökonom Joel Waldfogel eine Studie zum wirtschaftlichen Wert eines Geschenks, deren Inhalt bis heute Bestand hat. Hierin sagt er, dass der empfundene Wert eines Geschenks in den meisten Fällen nicht dem eigentlichen, finanziellen Wert entspricht, sondern als geringer eingeschätzt wird.

Das bedeutet also, dass ein qualitativ durchaus hochwertiger Kugelschreiber im Wert von 30 Euro als Geschenk an den Mitarbeiter völlig die Wirkung verfehlen kann. Denn der Mitarbeiter sieht möglicherweise nur einen Drei-Euro-Werbestift. Joel Waldfogel spricht hier von dem „deadweight loss of Christmas“, also quasi dem Verlustgeschäft an Weihnachten, wenn Menschen Entscheidungen für andere treffen. Entscheidungen wie: Du bekommst jetzt diesen Kugelschreiber geschenkt, ob du willst oder nicht. Die Sache verhält sich natürlich anders, wenn der Schenkende den zu Beschenkenden sehr gut kennt und um seine Wünsche und Vorlieben weiß und es um Geschenke mit einem hohen emotionalen und ideellen Wert geht. In der Regel ist dies allerdings bei einem Chef-Angestellten-Verhältnis eher nicht der Fall.

Gutscheine sind die steuerfreie Alternative zur weihnachtlichen Bonuszahlung!

Als Chef einen Gutschein zu schenken, entspricht übrigens nicht nur den Wünschen der Mitarbeiter und vermeidet daher den „deadweight loss“, sondern ist auch aus steuerlichen Gründen für den Arbeitgeber attraktiv. Während Sonderzahlungen voll versteuert werden müssen, sind Gutscheine im Rahmen der gesetzlichen Freigrenzen nämlich lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Bis zu 44 Euro monatlich kann der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern in Form von Sachleistungen wie beispielsweise Tank- oder Einkaufsgutscheinen zukommen lassen.

Besonders erfreulich: Ab dem 1. Januar 2015 tritt ein neues Gesetz in Kraft, das die Freigrenze für anlassbezogene Geschenke von 40 auf 60 Euro erhöht. Das bedeutet im Klartext: Auch abseits von Weihnachten und der 44-Euro-Freigrenze können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern zu Anlässen wie beispielsweise Geburtstag, Firmenjubiläum oder Taufe des Kindes eine Freude machen. Diese Möglichkeit auch zu nutzen, ist überaus clever, denn die Umfrage zeigt des Weiteren, dass 57 Prozent der Arbeitnehmer ihre Arbeit im laufenden Jahr nicht ausreichend gewürdigt sehen. Gutscheine allein machen hier selbstverständlich nicht alles aus, sie sind aber definitiv ein Zeichen des guten Willens und der Wertschätzung. In der betrieblichen Praxis bleibt es eine Herausforderung der Führungskräfte, den jeweils richtigen Mix von intrinsischen und extrinsischen Motivationsimpulsen zu finden.

Betriebliche Weihnachtsfeier: Als Arbeitgeber einfach mal „Danke“ sagen!

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Neben dem richtigen Geschenk zum Fest spielt noch ein weiteres Thema in Unternehmen eine große Rolle: die Weihnachtsfeier. Hier stellt sich die Frage: Wollen die Mitarbeiter eine Weihnachtsfeier oder sehen sie diese als Pflichtveranstaltung, die den Feierabend weiter hinausschiebt? Auch diese Frage wurde an die 1.500 Arbeitnehmer gerichtet und die Antwort zeigt klar: 70 Prozent schätzen die Feierlichkeiten insbesondere als Zeichen des Dankes oder zur Teambildung.

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Eine solche Veranstaltung ist also nach wie vor ein wichtiges Mittel zur Mitarbeitermotivation und -bindung, obwohl der Bundestag inzwischen die steuerliche Absetzbarkeit von betrieblichen Weihnachtsfeiern eingeschränkt hat. So dürfen die Aufwendungen pro Person zwar weiterhin 110 Euro betragen, jedoch müssen nun sämtliche anfallenden Kosten für die Feier damit abgedeckt werden. Wo vorher nur Speisen und Unterhaltung einzuberechnen waren, sind nun nach dem Entscheid des Gesetzgebers auch Reise- oder Übernachtungskosten mit einzubeziehen. Diese Entscheidung schränkt die Wahlmöglichkeiten der Arbeitgeber zwar zukünftig ein, sollte sie aber keineswegs davon abhalten, eine Feier auszurichten.

Arbeitgeber sollten die Weihnachtszeit also nutzen, ihren Mitarbeitern Wertschätzung entgegenzubringen. Möglichkeiten auf die Wünsche der Mitarbeiter einzugehen, gibt es viele. Die Chefetage muss sich hierfür auch nicht in Unkosten stürzen, wenn steuerlich vorteilhafte Instrumente genutzt werden.

Merke: Nicht nur an Weihnachten "Danke" sagen

Das Jahr besteht nicht nur aus Weihnachtsfeiertagen. Die restlichen 362 Tage des Jahres erwarten die Mitarbeiter ebenfalls Wertschätzung oder hin und wieder mal ein Danke. Und das geht übrigens weiterhin ganz einfach auch ohne Geld oder Gutschein.

Weihnachten: So beschenken Sie Ihre Mitarbeiter richtig! [Infografik]

Quelle der Infografik: www.incentimo.de