Problemfall: Work-Life-Balance

Veröffentlicht am 17. Januar 2012 in der Kategorie Management & People Skills von

Work-Life-Balance – also die Balance zwischen Beruf und Privatleben – ist in den letzten Jahren zu einem häufig gebräuchlichen Schlagwort avanciert. Vor allem für Personen mit Familie und einem anspruchsvollen und zeitintensiven Beruf ist Work-Life-Balance meist ein Ziel, das alles andere als einfach zu erreichen ist.
Was manchmal gerne übersehen wird: Eine wirkliche Balance zwischen Beruf und Privatleben ist in der Regel nur dann möglich, wenn vom Unternehmen entsprechende Rahmenbedingungen geboten werden.

Rahmenbedingungen schaffen

Wie können nun im Unternehmen solche Rahmenbedingungen für eine bessere Vereinbarung von Beruf und Privatleben aussehen? Um nur einige Beispiele zu nennen:

▶ flexible Arbeitszeiten
▶ Teilzeitmodelle
▶ Kinderbetreuungsmöglichkeiten
▶ Urlaube und Arbeitszeiten abgestimmt auf Schulzeiten
▶ Förderung des Wiedereinstiegs nach Karenzzeiten
▶ Beratungsmöglichkeiten für Krisensituationen
▶ Angebote zur Stressbewältigung (z.B. Förderung Yogakurse, etc.)

Natürlich sind solche Angebote nicht in jedem Unternehmen möglich. Aber doch weitaus öfters, als diese in der Praxis Anwendung finden.

Was hat das Unternehmen davon?

Nicht nur die Mitarbeiter profitieren von diesen gebotenen Möglichkeiten, auch das Unternehmen zieht daraus seine Vorteile:

▶ stärkere Identifizierung der Mitarbeiter mit dem Unternehmen
▶ besseres Betriebsklima
▶ Steigerung der Mitarbeitermotivation
▶ stärkere Mitarbeiterbindung
▶ Einsparungen resultierend aus einer geringeren Mitarbeiterfluktuation
▶ erwiesenermaßen weniger Fehlzeiten
▶ einen guter Ruf als attraktiver Arbeitgeber, der wiederum qualifizierte Mitarbeiter anzieht
▶ eine gute Reputation, welche das Interesse potentieller Kunden weckt

All diese aufgelisteten Punkte sind neben anderen Faktoren die Basis für den Unternehmenserfolg und die Wettbewerbsfähigkeit.

Was kann ich selbst zu mehr Work-Life-Balance beitragen?

Nur mit den im Unternehmen geschaffenen Rahmenbedingungen allein ist es nicht getan. So kann auch jeder selbst einen wesentlichen Beitrag zu mehr Work-Life-Balance leisten. Und zwar mit einem effektiven Zeitmanagement. Der Ausdruck Zeitmanagement ist an sich nicht korrekt, denn die Ressource Zeit lässt ich nicht managen. Sie ist eine „Konstante“. Jedem stehen nun mal nur 24 Stunden täglich zur Verfügung. Möglich ist allerdings, sich selbst zu managen. Sich also so zu organisieren, um die begrenzt zur Verfügung stehende Zeit optimal zu nutzen. Deshalb sind die Begriffe Selbstmanagement oder Selbstorganisation weitaus treffender.

Was gute Zeitmanager auszeichnet

Wie auch immer – bleiben wir einfach mal beim gebräuchlichen Begriff „Zeitmanagement“. Menschen, die sich und ihre Arbeit gut organisieren, haben in der Regel auch weniger Schwierigkeiten mit der Erreichung einer Work-Life-Balance. Aber was kennzeichnet solche Zeitmanager?

Zeitmanager haben Ziele

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, welcher Zusammenhang zwischen Zielen und Zeitmanagement besteht. Nun, wer Ziele hat - seien es persönliche oder jene des Unternehmens - der kann Prioritäten setzen. Und mit dem Fokus auf die Prioritäten lassen sich Entscheidungen zugunsten der Zielerreichung treffen.
Fazit: Zeitmanager haben klare Ziele vor Augen!

Zeitmanager setzen Prioritäten

Ohne Prioritäten ist effektives Zeitmanagement kaum möglich. Organisierte Menschen unterscheiden sich von unorganisierten unter anderem durch ihren Fokus auf Prioritäten. Unorganisierte Personen arbeiten eine Aufgabenliste – sollten sie überhaupt eine solche führen – mehr oder weniger nach Gutdünken ab. Zeitmanager erledigen Aufgaben nach Prioritäten.
Fazit: Zeitmanager setzen Prioritäten!

Zeitmanager schotten sich ab

Man kann noch so mit allen Zeitmanagement-Methoden vertraut sein – wer seine Zeitdiebe nicht in den Griff bekommt, bewegt sich auf der Stelle. Oder anders ausgedrückt, der „bringt nicht viel weiter“. Mit Abschotten meine ich, sich Phasen freizuschaufeln, in denen man möglichst ungestört an seinen wichtigen Aufgaben arbeiten kann. Also Ablenkungen auf ein Minimum zu reduzieren - und wenn es täglich nur für eine Stunde ist.
Fazit: Zeitmanager schaffen sich Phasen, in denen sie ungestört an wichtigen Aufgaben arbeiten!

Auf der nächsten Seite finden Sie weitere Tipps zum optimalen Zeitmanagement