Knallhart kalkulieren: Gestalten Sie Ihre Produktpreise passgenau und profitabel
Eine Preiskalkulation will sorgsam abgewägt sein: Ein zu hoher Preis scheucht die Käufer zur Konkurrenz. Ein zu niedriger Preis deckt Ihre Kosten nicht. Das Gründer-Portal impulse-gruenderzeit.de präsentiert eine Strategie in zwei Schritten. Damit finden Sie den ´richtigen´ Preis – den Preis, mit dem Sie Gewinne verbuchen.
Schritt 1: Stundenverrechnungssatz ermitteln
Berechnen Sie die Kosten für eine einzelne Arbeitsstunde. Addieren Sie dazu alle relevanten Betriebskosten im Jahr. Dazu gehören Mieten, Versicherungen, Fahrzeuge, Löhne und Gehälter, Ausgaben für Werbung und Vertrieb sowie das Tilgen von Krediten und Zinsen.
Teilen Sie diese Kosten durch die jährlich gearbeiteten Stunden. Berücksichtigen Sie dabei Urlaubs- und Feiertage sowie mögliche Ausfallzeiten – etwa durch Krankheit oder Leerfahrten.
Dadurch erhalten Sie den Stundenverrechnungssatz. Diesen Preis müssen Sie einem Kunden für eine Arbeitsstunde mindestens in Rechnung stellen, um keine Verluste zu erwirtschaften. Mehrwertsteuer und Gewinnmarge sind dabei noch nicht berücksichtigt.
Schritt 2: Verkaufspreis ermitteln
Der Listenpreis des Herstellers ist die Berechnungsgrundlage für Produkte, die weiterverkauft werden. Davon sind Rabatte und Skonti abzuziehen. Transport- und Versandkosten werden dagegen aufgeschlagen.
Ziehen Sie zu diesem Bezugspreis noch jene Kosten hinzu, die für Verkaufsverhandlungen und Büroarbeit anfallen. Addieren Sie Mehrwertsteuer sowie einen Gewinnaufschlag und Sie erhalten den Verkaufspreis.
Wenn Sie nicht ausschließlich verkaufen, müssen Sie Ihren Kunden sowohl den Stundenverrechnungssatz als auch den Verkaufspreis der gelieferten Waren in Rechnung stellen.
Überprüfen Sie in der Folge regelmäßig die Annahmen ihrer Kalkulationsbasis – zum Beispiel die Höhe der Mieten oder der Kreditausgaben. Sonst droht der Fall in die Verlustzone.
(uqrl)
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