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Kleine und mittelständische Firmen haben größte Probleme

Von Unternehmer.de am 12. März 2010 – 07:23 drucken   |  Keine Kommentare
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Die Mittelstandsbeauftragte der Grünen-Bundestagsfraktion, Christine Scheel, sieht eine echte Gefahr für den Aufschwung auch nach dem «Kreditgipfel» der Bundesregierung in der anhaltenden zögerlichen Kreditvergabe der Banken. Diese urteilten oft viel zu pauschal, sagte Scheel der «Passauer Neuen Presse» (Freitagausgabe): «Jede Firma aus dem Bereich Automobilzulieferung gilt beispielsweise als risikobehaftet und hat es schwer, an Geld zu kommen.” Es sei Aufgabe der Banken vor Ort, Firmen nicht einfach als riskant einzustufen, weil sie zu einer Krisenbranche gehören. Jedes einzelne Unternehmen müsse man sich genau anschauen.

Die Sparkassen hätten im Jahr 2009 gut verdient und hätten weniger Wertberichtigungen als andere Kreditinstitute in der Finanzkrise hinnehmen müssen, sagte Scheel. «Deshalb sind sie jetzt gefordert, Betriebsmittelkredite bereitzustellen. In vielen Firmen sind die Lager leer geräumt, ist das Eigenkapital verbraucht. Diese Unternehmen benötigen dringend Kredite, um ihre Bestände aufzufüllen, um neue Aufträge zu bekommen.»

«Kleine und mittelständische Firmen haben die größten Probleme», sagte Scheel. Großunternehmen würden sich meist direkt an den Deutschlandfonds der Bundesregierung wenden. Deshalb sei es gut, dass die staatseigene KfW-Bank noch einmal ein Sonderprogramm aufgelegt habe: «93 Prozent derjenigen, die darauf zurückgegriffen haben, sind Mittelständler.» Allerdings fürchtet die Grünen-Politikern, «dass manche Hausbanken KfW-Darlehen nicht weiterreichen, um eigene zu viel härteren Konditionen zu vergeben».

(Quelle: ddp)

Unternehmer.de-Redaktion: Vanessa Schaffranietz

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