E-Business: Sag mir, wo die Daten sind…

Veröffentlicht am 25. November 2009 in der Kategorie IT & Technik von

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E-Business: Sag mir, wo die Daten sind…Der Verkauf von eigenen Produkten und Dienstleistungen im Rahmen eines E-Shops im Internet ist schnell implementiert. Kunden loggen sich über gesicherte Zugänge ein und erledigen ihre Bestellungen online. Allerdings: Die Kundendaten liegen auf firmenfremden Systemen und somit nicht mehr in der alleinigen Kontrolle des E-Shop-Betreibers.

Die Implementierung eines E-Shops im Internet geht wie gesagt schnell von der Hand. Entsprechende Software gibt es genügend, der Host-Provider bietet eine komfortable Plattform für die Webseiten und die notwendige Datenbank gleich dazu. Dem E-Business steht nichts mehr im Wege.

Allerdings wird ein Gesichtspunkt häufig außer Acht gelassen: Die Kundendaten liegen auf firmenfremden Systemen und somit nicht mehr in der alleinigen Kontrolle des E-Shop-Betreibers. Die Kundendaten können von Fremden (auf jeden Fall vom Personal des Host-Providers) gelesen, kopiert und  weiterverwendet werden.

Aus diesem Grund findet sich in fast allen Allgemeinen Geschäftsbedingungen  (AGB) der Host-Provider folgender Sprachgebrauch:

„…Der Kunde weiß, dass der Provider das auf dem Webserver gespeicherte Seitenangebot und unter Umständen auch weitere dort abgelegte Daten des Kunden aus technischer Sicht jederzeit einsehen kann. Auch andere Teilnehmer am Internet sind unter Umständen technisch in der Lage, unbefugt in die Netzsicherheit einzugreifen und den Nachrichtenverkehr zu kontrollieren. Für die Sicherheit der von ihm ins Internet übermittelten Daten trägt der Kunde deshalb selbst Sorge…“

Unternehmer sollten das Risiko also genau abwägen, wenn Sie sich entscheiden, auf die beschriebene Weise ihre Produkte und Dienstleistungen zu vertreiben.

Was bedeutet es für das Unternehmen, wenn die im Web gespeicherten Kundendaten Fremden - vielleicht sogar dem direkten Mitbewerber – in die Hände fallen? Ein solcher Vorfall ist nicht nur ein monetäres Problem, sondern beeinflusst auch immaterielle Unternehmenswerte wie  Image oder Kundenzufriedenheit.

Ein Alternative wäre, den E-Shop im firmeneigenen Netzwerk zu betreiben, was aber mit einem höheren finanziellen Aufwand verbunden ist, da Kosten für die Infrastruktur (Netzwerk, Firewall Systeme) und den laufenden Betrieb anfallen.

Es ist also zu entscheiden zwischen der schnellen, günstigen  Lösung, den E-Shop auf den Rechnern des Host-Providers  zu betreiben, und der aufwändigeren Alternative im eigenen Haus. Eine Risikobetrachtung ist auf jeden Fall angebracht.

(Bild: © Spectral-Design - Fotolia.com)