Google RankBrain: SEO neu definiert

Veröffentlicht am 17. Mai 2016 in der Kategorie IT & Technik von

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Google RankBrain: SEO neu definiertRankBrain ist eine neue Software, die Google entwickelt hat, um Nutzerintentionen hinter Suchabfragen passgenau in den Suchergebnissen darzustellen. RankBrain ist als Artificial-Intelligence konzipiert, d.h. es lernt aus seinen Analysen hinzu. Mit diesem neuen Ansatz hat Google jetzt endgültig die alten SEO-Strategien und –Maßnahmen außer Kraft gesetzt.

RankBrain - was ist das?

RankBrain ist ein Programm, das geschrieben wurde, um die Millionen täglicher Suchanfragen bei Google genauer zu analysieren. Mit RankBrain

verbessert Google die Analyse von Nutzersignalen und zieht daraus Rückschlüsse zur Verbesserung der

  • Filterung,
  • Strukturierung und
  • Analyse von Sucherergebnissen.

Hinzu kommt: RankBrain lernt täglich dazu und verbessert fortlaufend die Erkenntnisse, die Google über das Nutzerverhalten gewinnt.

Als Google vor Jahren den Artificial-Intelligence-Spezialisten (AI) und Futuristen Ray Kurzweil als neues Teammitglied und neuen Director of Engineering bekannt gab, ist das eigentlich nicht so richtig wahrgenommen worden. Auch die Übernahmen des AI-Unternehmens DeepMind durch Google hat man zur Kenntnis genommen, aber nicht weiter bewertet.

Dann war plötzlich RankBrain da und die Fachwelt war und ist überrascht. Denn Google hat vermeldet, dass RankBrain als dritter Faktor nach Content und Backlinks im Algorithmus zur Bewertung der Qualität von Webseiten eingesetzt wird. Nachträglich wurde bekannt, dass RankBrain hinter bis dato namenlosen Google-Updates steckte, die im Mai und Oktober 2015 sowie im Januar 2016 zahlreiche Webseiten „abstürzen“ ließen.

Weiteres zu SEO gibts hier:

RankBrain – welche Auswirkungen hat das Programm?

Der geheime Google-Algorithmus soll die Qualität von Webseiten aus über 200 Faktoren errechnen und entsprechend in den Sucherergebnissen platzieren. Seiten mit bester Qualität aus Google-Sicht stehen oben. Innerhalb dieser Bewertung nimmt RankBrain jetzt Platz drei nach Content und Backlinks ein. Das Nutzerverhalten hat also einen gewichtigen Anteil bekommen.

Aus den Google-Richtlinien für Quality-Rater - das sind von Google beschäftigte Mitarbeiter, die Seitenbewertungen prüfen und/oder erstellen – ist erkenntlich, dass Google die Contentqualität in fünf Qualitätsstufen misst. Aus dieser Richtlinie gehen auch die Faktoren hervor, die eine Webseite für „höchste Qualität“ erfüllen muss oder wodurch sie auf „niedrigste Qualität“ herabgestuft wird.

Ein von @scoutfink gepostetes Foto am

Durch RankBrain wird Content jetzt indirekt zusätzlich beurteilt. Er ist dann erfolgreich, wenn er für die User so nützlich ist, dass RankBrain positive Nutzersignale zurückmeldet. Weiterhin wird Content positiv bewertet, wenn er wegen seiner Qualität von anderen Webseiten empfohlen wird, also hochwertige Backlinks produziert.

Für den Betreiber einer Webseite bedeutet dies:

  • Gehen Sie von der bisherigen Keyword-Orientierung weg und wenden Sie sich thematischen Inhalten zu.
  • Bieten Sie umfassenderen Content an, der auch User im Kontext des Haupt-Contents begeistert.
  • Beantworten Sie möglichst viele Fragen, die User im Umfeld Ihres Contents stellen könnten.
  • Behandeln Sie im Content auch Randgebiete zu Ihrem Hauptthema in ausführlicher Form.
  • Achten Sie auf maximale Contentqualität und vermeiden Sie alle Faktoren, die gegen die Google-Qualitätsrichtlinien verstoßen.
  • Veröffentlichen Sie so viele Beiträge zu einem Hauptthema, dass Sie als Autorität auf diesem Gebiet gelten.

RankBrain – die Erfolgskontrolle

Was RankBrain mit Ihren Webseiten macht, können Sie anhand einer Erfolgskontrolle beurteilen. Die preiswerteste Erfolgskontrolle liefern die kostenlosen Analysetools von Google. In die Firmenwebseite implementiert liefern sie eine Vielfalt an statistischen Auswertungen, die auf die einzelnen Alleinstellungsmerkmale und die damit verbundenen Inhalte abgestimmt werden können.

Besucherstatistik

Werden die Werte für Seitenaufrufe, Besucher, etc. monatlich dokumentiert, dann ergibt sich aus der Zeitreihe der Daten ein

Kurvenverlauf, der die Entwicklung der Besucherzahlen verdeutlicht.

Bei sinkenden Besucherzahlen sollten Sie immer zuerst nach den Ursachen suchen und erst Maßnahmen ergreifen, wenn diese eindeutig ermittelt wurden.

Suchanfragen

Anhand der periodischen Suchanfragen können Sie schnell erkennen, ob die Benutzer von Google Ihre Webseiten mit den von Ihnen gewünschten Alleinstellungsmerkmalen suchen und finden. Stimmen Suchanfragen und Alleinstellungsmerkmale nicht überein, sind Korrekturen erforderlich.

Beliebteste Webseiten

Diese Statistiken zeigen Ihnen, welche Ihrer Webseiten die Besucher mögen und welche nicht. Auch hier sollten solche Inhalte beliebt sein, die über Ihre Alleinstellungsmerkmale informieren, ansonsten sind Korrekturen erforderlich.

Umgekehrt: am anderen Ende dieser Statistik finden Sie die Webseiten, die nie angeklickt wurden und die Sie unbedingt überprüfen sollten. Wenn Sie diese Seiten nicht verbessern können, dann sollten Sie diese Seiten als überflüssigen Ballast betrachten und löschen.

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