Optimierung der mobilen Website: Was ist zu beachten?

Veröffentlicht am 10. Dezember 2014 in der Kategorie IT & Technik von

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Optimierung der mobile Website: Was ist zu beachten?

In den alten Tagen des Internet mussten Webdesigner stets darauf achten, dass Ihre Seiten nicht zu schwer wurden und auf allen Bildschirmen angezeigt werden konnten. Dies bedeutete nicht nur den Verzicht auf die eine oder andere Technologie, sondern auch, dass man sich mit der Seitenbreite an der Breite der von vielen Servern noch benutzten Bildschirmauflösung 800 × 600 orientieren und auch sehr darauf achten musste, dass nicht zu viele und nicht zu große Bilder verwendet wurden.

Mit der Zeit wurden die Internetzugänge schneller, die Bildschirme breiter und es etablierten sich einige Technologien wie Java und Flash, die man dann als normalerweise vorhanden voraussetzen durfte.

Nachdem es sich Webdesigner nun einige Jahre leisten konnten, auch opulentere Websites zu gestalten, gibt es nun einen gegenläufigen Trend: Da immer mehr Menschen Smartphones und andere mobile Endgeräte besitzen, werden Websites immer häufiger mit solchen Endgeräten betrachtet. Da diese weniger leistungsfähig sind als die heute üblichen PCs und Laptops samt zugehörigen Bildschirmen, müssen sich die Gestalter von Internetseiten nunmehr wieder Gedanken darüber machen, ob ihre Arbeiten bei allen Betrachtern richtig und vor allen Dingen lesbar angezeigt werden.

Smartphone oder Laptop: Wie betracht der Besucher Ihre Website?

Zunächst einmal sollte man feststellen, ob der Besucher mit einem Smartphone oder einem ähnlichen mobilen Endgerät unterwegs ist. In diesem Falle kann er dann nämlich zu einer speziell für mobile Endgeräte optimierten Version der Website weitergeleitet werden, welche dann ohne faule Kompromisse speziell für solche optimiert sein kann.

Auf diese Weise ermöglichen Sie folgende Aspekte:

  1. Besucher von mobilen Endgeräten können an alle Informationen kommen und
  2. Besucher von Desktop-PC's oder Laptops bekommen eine Website geboten, welche die aktuellen technischen Möglichkeiten von Festnetzzugängen und modernen Desktopcomputern nutzt.

Kurze Ladezeit der Website: So wichtig wie noch nie!

Besonders ärgerlich beim mobilen Surfen ist die geringe Übertragungsgeschwindigkeit, welche de facto vorhanden ist. Zwar werben die Anbieter von Mobiltarifen für Smartphones mit recht ordentlichen Übertragungsgeschwindigkeiten. Bei näherem Hinsehen stellt man jedoch fest, dass die angegebenen hohen Werte stets nur für ein bestimmtes – in vielen Fällen lächerlich geringes – Datenvolumen gelten, welches natürlich schnell aufgebraucht ist. Dann geht es für den Rest des Monats mit einer Geschwindigkeit weiter, die an die Zeiten der analogen Modems erinnert.

Da das „Gewicht“ einer Website maßgeblich von der Anzahl und Größe der auf ihr vorhandenen Bilder bestimmt wird, ist dies ein wichtiger Ansatzpunkt für die Optimierung einer Website für mobile Endgeräte. Da Smartphones über einen recht kleinen Bildschirm verfügen, müssen die Abmessungen von Bildern natürlich entsprechend kleiner gewählt werden. Dadurch werden die Dateien automatisch kleiner. Zusätzlich fällt bei einem kleineren Bild auch eine durch höhere JPEG-Komprimierung verschlechterte Qualität weniger auf.

Maile Ohye, Developer Programs Tech Lead des Webmaster-Support Teams von Google, gibt im folgenden Video hilfreiche Tipps zur Frage: Wie gestaltet man die eigene mobile Website effizient? Neben ihren Tipps erwähnt sie ebenfalls interessante Informationen, wie stark die Leistung einer Website mit dem Gewinn oder Verlust von Besucher zusammenhängt:

Wer liest lange Texte auf dem Handy? Genau: Niemand!

Wenn auch der Text bei der Datenmenge, die zum Anzeigen einer Seite übertragen werden muss, nicht übermäßig zu Buche schlägt, spielt er doch eine Rolle bei der Optimierung einer Website für Smartphones. Die meisten Menschen lesen ungern längere Texte am Bildschirm. Dies gilt natürlich ganz besonders für den kleinen Bildschirm eines Smartphones. Daher sollten Sie nicht nur darauf achten, dass die Größe der Zeichen zur Größe des Bildschirms passt, sondern auch darauf, dass Texte nicht zu lang sind.

Nicht nur Bilddateien sind in der Regel verhältnismäßig groß, sondern auch Audiodateien. Daher sollten Sie auf Soundeffekte und Hintergrundmusik bei Seiten für mobile Endgeräte ebenfalls verzichten.

Sind Usability-Funktionen sinnvoll eingesetzt?

Viele Technologien, die wir heute bei Websites verwenden, funktionieren auf Smartphones nicht. Vor allen Dingen funktioniert Flash weder beim iPhone, noch auf dem iPad oder dem iPod. Verwenden Sie diese Technologie, beispielsweise um Videos anzuzeigen, schließen Sie Apple-User aus. Ebenfalls beachten müssen Sie, dass mobile Endgeräte typischerweise nicht mit einer Maus sondern mit einem Touchscreen bedient werden. Daher sind zum Beispiel Hoover-Effekte sinnlos. Ebenfalls ungeeignet für mobile Endgeräte sind die heute verbreiteten Drop-Down-Menüs. Verwenden Sie stattdessen lieber herkömmliche Linkleisten.

Die Anpassung des Layouts nicht vergessen!

Auch was das Layout der Seiten und die Navigation angeht ticken mobile Endgeräte anders: Während die Bildschirme moderner Desktop-PCs breiter als hoch sind, weist das Display eines Smartphones ein Hochformat auf. Daher eignet sich das heute verbreitete dreispaltige Layout auf keinen Fall für solche Endgeräte. Was interaktive Seiten angeht, sollten Sie sich an die uralte Regel für technische Systeme halten, die besagt, dass die aufwändige Technologie immer in der Zentrale installiert sein sollte, damit die Benutzer des Systems mit möglichst einfachen Geräten auskommen. Das bedeutet, dass sie PHP oder CGI anstelle von Java Skript oder Java verwenden sollten, wenn sie Skripte benötigen.

Fazit: Mobile Websites sind nicht bloß ein Trend

Das Gestalten von Internetseiten für mobile Endgeräte erlegt dem Netzschaffenden in der Tat eine ganze Reihe ärgerlicher Beschränkungen auf. Wie es aussieht wird das Surfen mit mobilen Endgeräten immer beliebter. Daher kommt man als Webdesigner wohl kaum daran vorbei, Internetauftritte immer auch daraufhin zu untersuchen, ob sie auch mobile Surfer erreichen. Eine Version, die sowohl auf dem Desktop-PC als auch auf einem Smartphone richtig angezeigt wird, wird daher immer mehr oder weniger eine Minimalversion sein. Da dies nicht der Sinn der modernen Internettechnik sein kann, wird es das sinnvollste sein, ganz einfach zu jeder Website eine für mobile Endgeräte geeignete Version zu gestalten.

Whitepaper von Google: Die Grundregeln für mobile Webdesign

Dieses Whitpaper steht hier kostenlos zum Download zur Verfügung.

(Quelle: www.google.com)