Green IT für Ihr Unternehmen? So sieht die Zukunft aus!

Veröffentlicht am 5. September 2014 in der Kategorie IT & Technik von

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Wer sich mit seinem Unternehmen einen Namen machen möchte, muss mittlerweile auf viele Komponenten achten und die eigenen Leistungen, Produkte und Abläufe mit denen der Umgebung vergleichen und miteinander abstimmen. Um den Marktwert zu steigern, können Energieeffizienz und Energiemanagement zum Einsatz kommen.

Dabei geht es nicht ausschließlich um die Kostenreduktion, sondern um eine bewusste Entscheidung die eigene Firma optimal auf die Veränderungen der Energiewirtschaft anzupassen und für nachhaltige Lösungen im eigenen Betrieb zu sorgen. Die Stromeinsparungen und CO2-Reduzierung bringen positive Effekte für Umwelt und Firma. Doch nicht alle Unternehmen sind davon überzeugt.

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Umfrage unter Unternehmen zu Green IT Verwendung

Bei Green IT geht es um die Effizienz der eigenen IT-Geräte, Anwendungen und Prozesse innerhalb der Firma. Um die laufenden Stromkosten reduzieren zu können, sollten Geschäftsführer und Firmeninhaber einen Plan erstellen, in denen die Ziele festgesetzt sind und anschließend einen aktuellen Bestand der Geräte inklusive des Energieverbrauchs vornehmen. Die Messung der Daten kann zum Beispiel dazu führen, dass Geräte mit hohem Stromverbrauch auszuwechseln sind oder eine Optimierung der Hardware in Frage kommt.

1. Dreimal weniger Strom verbrauchen? Arbeitsplätze optimieren!

Die Effizienz beginnt am Arbeitsplatz, der unterschiedliche Anforderungen an Ausstattung und Personal besitzt. Stationäre Arbeitsplätze mit Standard-Software für jeden Arbeitnehmer erfordern eine Vernetzung, aktuelle Software und sind oft den ganzen Tag im Einsatz. Notebooks sind für mobile Arbeitsplätze geeignet, die durch flexible Arbeitszeiten und -orte bestimmt sind. Im Durchschnitt verbrauchen Notebooks dreimal weniger Strom, als herkömmliche PCs. Doch Materialkosten und Verschleiß können bei Notebooks deutlich höher sein. (Quelle: bitkom.org)

Notebooks - Energie sparen & flexibel arbeiten

Ein erster Schritt könnte zum Beispiel darin bestehen, einen Teil der Desktop-PCs durch energieeffiziente Notebooks auszutauschen und mit einem entsprechenden Powermanagement auszustatten. Gemeinsam genutzte Arbeitsplätze können hier ebenfalls für Flexibilität und Energieeinsparungen sorgen.

Thin Client - Wartungskosten verringern

Ein weiterer Ansatz ist der Thin Client. Dies ist ein Netzwerk-Computer, der Betriebssystem und Anwendungssoftware von einem zentralen Server aus nutzt. Programme und Updates laufen über den Server, so dass die Wartungskosten für alle Geräte niedriger sind.

Am Arbeitsplatz steht dann kein komplett ausgerüsteter PC, sondern nur ein Thin Client:

  • Gerät,
  • Monitor,
  • Tastatur und
  • Maus.

Wer eine so umfassende Veränderung nicht durchführen möchte, kann zumindest die alten Geräte durch hochwertige und energieeffiziente Modelle austauschen und so oftmals bereits große Kosteneinsparungen erreichen. Hinweise liefert beispielsweise das Label Energy Star.

2. Wie viel Strom verbrauchen Ihre Geräte?

Folgende Geräte, wie z.B.

  • Drucker,
  • Scanner,
  • Faxgeräte und
  • Telefonanlagen

kosten Energie und verbrauchen meist sehr viel Strom. Wie bei anderen Arbeitsgeräten sollten die Unternehmen den Verbrauch messen und den eigentlichen Bedarf ermitteln.

Multifunktionsgeräte können dabei eine gute Alternative zu mehreren Geräten sein, wenn sie entsprechend platziert sind. Viele Unternehmen nutzen darüber hinaus effiziente Druckereinstellungen, drucken einige Unterlagen doppelseitig oder verwenden Papiere aus nachhaltiger Forstwirtschaft.

Weitere Einsparmöglichkeiten liegen darin, nicht jedes Dokument, das nicht wirklich benötigt ist, auszudrucken und bei Meetings nicht jedem einzelnen Mitarbeiter das Informationsmaterial vorzulegen, sondern diese auf USB-Sticks oder DVDs zu hinterlegen.

Bei Druckern ist die Möglichkeit gegeben, Nachfüllpatronen zu verwenden oder Toner selbst zu befüllen. Selbst bei Laserdruckern ist dies möglich, wenn ein separates System aus Tonerkassetten und Trommeleinheit vorliegt, da der Anwender dabei die Kassette einzeln auswechseln kann.

3. Energiemanagement effektiv einsetzen: Mitarbeiter schulen

Green IT für Ihr Unternehmen? So sieht die Zukunft aus!Das Umweltbundesamt gibt mehrere Leitfäden für Energiemanagement-Systeme an. Große Firmen mit mehr als 250 Mitarbeitern mussten bereits Energiemanagement-Systeme nach ISO 50001 implementieren, doch der Anteil der Kleinbetriebe liegt bei nur 14 Prozent.

Diese können in Deutschland aus folgenden Systemen auswählen:

  • Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001,
  • EMAS System,
  • Energieaudit nach DIN EN 16247,
  • Alternative Systeme nach der Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV).

Wichtig sind neben der Auswahl technisch effizienterer Geräte umfassende Schulungen und Beratung der Mitarbeiter. Unternehmen können einige Angestellte zu Energiemanagern oder Auditoren ausbilden lassen, damit sie Einführung und Durchführung der Systeme überwachen und kontrollieren.

Wer seine Mitarbeiter regelmäßig über die Erfolge informiert, die Vorteile aufzeichnet und ein Mitspracherecht einräumt, kann das Energiemanagement besser durchsetzen. Eine gute Motivation kann außerdem dabei helfen, die Arbeit effizienter zu gestalten.

4. Smart Buildings - Clevere Detektoren sparen Energie

Green IT für Ihr Unternehmen? So sieht die Zukunft aus!Nicht nur die Geräte sind ein großer Kostenfaktor für Unternehmen, auch die Räumlichkeiten und Gebäude tragen zum CO2-Ausstoß und Energieverbrauch bei. Ein Smart Building ist hoch automatisiert und nutzt

  • Wärme,
  • Licht,
  • Belüftung und
  • Wasser

optimal nach einem vorher bestimmten Schema. Beispielsweise kann die Lüftung in größeren Büroräumen mehrmals am Tag ausgeschaltet sein, ohne Raumklima und Luft deutlich zu verschlechtern. Wer die Beleuchtung im Büro sinnvoll ausrichtet, kann einiges einsparen und zum Beispiel in Fluren und dunklen Bereichen Bewegungsmelder einsetzen.

Ein vernetztes Gebäude erkennt dank so genannter Plugwise-Systeme über Licht- und Bewegungsdetektoren die Auslastung der Räume. Das System verdunkelt diese beispielsweise wieder, sobald die letzte Person hinausgetreten ist. So lassen sich zusätzlich Heizbedarf und Luftfeuchtigkeit gezielt steuern.

Viele Maßnahmen sind sowohl für große, als auch für kleinere Unternehmen durchführbar.

Wer sich auf Green IT einlässt,

  • spart unnötige Kosten und Material
  • liefert seinen Beitrag zu Umweltschutz & Effektivität und
  • erhöht den eigenen Marktwert.

Weitere Zukunftsaussichten gibts hier:

(Statistik: Statista.de)