Internationale Geschäftsbeziehungen: Ein Minenfeld für alle Start-Ups!

Veröffentlicht am 7. April 2015 in der Kategorie Gründung & Selbständigkeit von

Internationale Geschäftsbeziehungen Minenfeld für Start-Ups!

Internationale Geschäftsbeziehungen sind heutzutage eigentlich etwas ganz normales und gehören fast schon zum guten Ton - auch bei KMU und Startups. Es kommt immer mehr zur Entwicklung zukunftsträchtiger Technologien, welche die globale Wirtschaft immer weiter zusammenrücken.

Auch eine Vielzahl von neuen Arbeitsplätzen entsteht, was sowohl Unternehmer als auch Mitarbeiter vor neue Herausforderungen stellt. Kurz: Die globalen Verbindungen sind wichtig, müssen aber gut geplant sein.

Zuverlässige Partner sind das A und O

Gesetze, Verordnungen und Richtlinien bestimmen verstärkt die Arbeit von Unternehmen aller Bereiche. Deutschland und Europa befinden sich in der Epoche einer "Regelwut". Diese Vorschriften haben eine direkte Auswirkung auf das Leistungsspektrum der Branchenanbieter.

Sie bestimmen die Produkteigenschaften, Arbeitsbedingungen und die Wartungszyklen. Alle Branchen sind aus diesen Gründen auf zuverlässige Partner angewiesen die Pünktlichkeit, Gesetzeskonformität und großen Willen zur Weiterentwicklung haben.

Ein kleine- und mittelständische Unternehmen sowie Startups sollte diese Punkte ganz besonders im Auge behalten. Hier spielt zusätzlich noch die Termintreue eine große Rolle. Erhält ein mittelständisches Unternehmen die Leistungen des Partners nicht pünktlich, kommt es in der Regel zu einer verzögerten Produktion und steigenden Kosten.

Der Geschäftspartner muss zum Unternehmen passen, auch wenn es um die ideellen Werte geht. Auch ein persönliches Kennlernen zwischen den Partner ist deshalb immer wieder eine gute Basis für die Zusammenarbeit.

Kooperationspartner im Ausland – Was muss man bedenken?

Ein kompetenter Partner im Ausland kann wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg des eigenen Unternehmens beitragen. Deshalb ist es wichtig, dass sprichwörtlich die "Chemie" stimmt, wie es umgangssprachlich heißt. Eine Sprachbarriere sollte nicht bestehen. Dies könnte sonst zu großen Problemen wachsen.

  • Das Klischee der "Deutschen Wertarbeit" ist schon lange überholt. In anderen Ländern werden längst genauso gute Teile gebaut wie in Deutschland. Dafür sorgen neben dem internationalen Wettbewerb die strengen Vorschriften der EU. Im Prinzip kann ein deutsches Unternehmen mit jedem EU-Land Handelsbeziehungen eingehen. Sicherheiten bestehen ausreichend.
  • Die tatsächliche Zuverlässigkeit stellt sich in der Regel erst im Laufe der ersten Monate heraus. Es ist richtig und wichtig deshalb vorab möglichst umfangreiche Erkundungen über den Geschäftspartner einzuholen. Treten Probleme oder Fragen auf, sollten diese sofort angesprochen werden.
  • Lieferzeiten sind ein wichtiges Kriterium für nahezu jedes Unternehmen, besonders wenn es sich um ein produzierendes Unternehmen handelt. Das Partnerunternehmen sollte daher auf Straße, Schiene oder durch den Luftweg gut angebunden sein. Nur so sind kurze Lieferzeiten zu erreichen und möglich.
  • Die aktuelle Lage zeigt, dass auch im 21. Jahrhunderts kritische Auseinandersetzungen und Krieg möglich sind. Dies spielt leider auch in Europa wieder eine Rolle, wie man anhand der Ukraine sehen kann. Es ist daher darauf zu achten, dass der Kooperationspartner seinen Standort nicht in einer Krisenregion hat oder von dieser betroffen sein könnte.
  • Die EU verhängt nicht selten Wirtschaftssanktionen sowie Im- und Exportverbote - nicht allein gegen Russland. Es ist für ein Unternehmen nicht einfach die Entwicklungen der Zukunft anderer Länder abzuschätzen. Daher sollten Risikoländer bei der Wahl der Kooperationspartnerschaft eventuell ausgeschlossen werden. Bei bestehenden Kontakten mit Risikoländern wäre es zudem von Vorteil, weitere Partner als Ausweichlösung zu haben.
  • Deutsche Unternehmen haben generell Vorteile wenn sie sich Teile im Ausland fertigen lassen. Die Lohn- und Produktionskosten liegen dort in der Regel niedriger. Allein die Kosten für Energie sind dort nicht so hoch. Trotzdem muss das deutsche Unternehmen darauf achten, welchen Partner es wählt. Die sozialen Bedingungen für die Angestellten müssen gut sein. Das ist eine Verantwortung, die die Partner haben und welche andernfalls das Image des eigenen Unternehmens schädigen können.

Den passenden Geschäftspartner finden

Oft ist es für Unternehmen schwer den richtigen Kooperationspartner zu finden. Es ist kaum möglich auf Erfahrungen anderer Betriebe der Sparte aufzubauen. Je größer ein Unternehmen ist, desto leichter fällt es Experten im eigenen Unternehmen anzustellen, die sich um die Akquise neuer Partner kümmern. Das ist eine sehr zuverlässige Methode. Besonders ergiebig ist sie, wenn die betreffenden Personen schon mehrere Jahre Erfahrung im Unternehmen haben.

Bei kleineren Betrieben besteht dieses Potential jedoch nicht. Hier muss

  • auf die Empfehlungen von Handelskammern,
  • auf Werbeaktionen von potentiellen Partner oder
  • auf Internetrecherche

zurückgegriffen werden.

Auch B2B-Portale im Internet bieten hier sehr gute Recherchemöglichkeiten bei der Suche nach passenden Kooperationspartnern. Viele Bundesländer in Deutschland senden zudem regelmäßig mit der Landesregierung Wirtschaftsdelegationen in andere Staaten. Dabei besteht auch für kleinere und mittlere Unternehmer die Chance preiswert teilzunehmen.