In 4 Schritten zum StartUp: So gründen Sie ein Unternehmen!

Veröffentlicht am 24. Oktober 2012 in der Kategorie Gründung & Selbständigkeit von

Themen:

Existenzgründung Businessplan MarketingMan hat eine wirklich gute Geschäftsidee. Diese ist realistisch umzusetzen, finanziell und betriebswirtschaftlich durchdacht. Man ist sich des eigenen unternehmerischen Risikos bewusst. Nun beginnt der Weg der Unternehmensgründung. Bei Gründung eines kleinen bis mittelständischen Unternehmens durch eine natürliche Person, sog. StartUps, spricht man von Existenzgründung. Der Begriff Unternehmensgründung bezeichnet die Gründung von großen Kapitalgesellschaften.

Schritt 1: Erstellung des Geschäftsplans

Bei jeder Neugründung ist ein Geschäftsplan zu erstellen. Im Geschäftsplan sind alle wichtigen betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Grundlagen festgelegt. Der Geschäftsplan enthält:

  • die Beschreibung der Unternehmensidee
  • die Vorstellung des oder der Unternehmer
  • die Darstellung der Unternehmensform
  • die Darlegung der Marktanalyse
  • die operativen und strategischen Maßnahmen
  • die notwendigen finanziellen und personellen Mittel
  • die Prognosen der Umsatz- und Gewinnentwicklung.

Der Geschäftsplan ist auch die Grundlage für die Bewilligung von Fördergeldern.

Schritt 2: Unterstützung durch den Staat

Ein Unternehmensgründer kann verschiedene Fördergelder und Darlehen beantragen. Es sind sowohl Beratungsförderungen vor und nach der Unternehmungsgründung als auch Existenzgründungsförderungen möglich. Letztere werden für die Betriebs- und Geschäftsausstattung, für Werbung und ähnliche Investitionen gewährt. Die Darlehen des Bundes – das KfW-StartGeld, das ERP-Kapital für Gründung, der KfW-Unternehmerkredit – bieten besondere Konditionen, um den Start in die Selbstständigkeit zu erleichtern.

Existenzgründer, die sich aus der Arbeitslosigkeit heraus hauptberuflich selbstständig machen, können bei der Bundesagentur für Arbeit einen Gründungszuschuss beantragen. Der Gründungszuschuss kann gewährt werden, wenn der Existenzgründer zum Zeitpunkt der Gründung noch Anspruch auf Arbeitslosengeld nachweisen kann und keine Sperrzeiten vorliegen. Weiterhin muss der Existenzgründer belegen, dass er fähig ist, eine selbstständige Tätigkeit auszuüben, also die Kompetenzen und das Fachwissen besitzt, ein Unternehmen erfolgreich führen zu können. Dies wird durch die Stellungnahme einer fachkundigen Stelle wie eine Kammer, ein Fachverband oder ein Kreditinstitut belegt.

Schritt 3: Anmeldung des Unternehmens

Der nächste Schritt ist die Anmeldung der Unternehmens- oder Existenzgründung beim jeweils zuständigen Finanzamt sowie bei weiteren Ämtern und Behörden. Welche das im Einzelnen sind, ist anhängig vom Tätigkeitsfeld und der Rechtsform. Je nach Branche ist bspw. auch eine Pflichtmitgliedschaft bei der Industrie- und Handelskammer erforderlich. Wenn man Mitarbeiter beschäftigt, ist ferner die Bundesagentur für Arbeit zu kontaktieren.

Schritt 4: Unternehmungsführung

Das Gewerbe ist angemeldet, die Behördengänge sind erledigt und die Finanzierung steht, die Betriebs- und Geschäftsausstattung ist fertig und die Mitarbeiter sind eingestellt. Nun beginnt der Alltag im StartUp-Unternehmen und der Weg ist noch lange nicht zu Ende. Auf den Unternehmer kommt eine Fülle an Aufgaben zu, um die er sich als Arbeitnehmer nie selbst kümmern musste. Um die Unternehmensführung zu erleichtern, gibt es eine Vielzahl an Softwarelösungen für Unternehmen. Software kann beispielsweise die Bereiche Auftragsbearbeitung, Buchhaltung, Lohn- und Gehaltsabrechnung oder Warenwirtschaft abdecken. Der Vorteil softwareunterstützter Unternehmensführung liegt neben Kosten- und Zeiteinsparungen sicherlich bei der Tatsache, dass Arbeitsabläufe „entschlackt“ werden können, insofern die verwendete Software mehrere innerbetriebliche Arbeitsbereiche abdeckt.

Buchtipp passend zum Thema:

Kopf schlägt Kapital: Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen Von der Lust, ein Entrepreneur zu sein

von Günter Faltin
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