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Finanzkrise für Banken noch nicht ausgestanden

Von Unternehmer.de am 7. Februar 2010 – 17:23 drucken   |  Ein Kommentar
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Für die deutschen Geld- und Finanzinstitute ist die Finanzkrise noch lange nicht ausgestanden. Der Präsident des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), Andreas Schmitz, sagte der Wirtschaftszeitung “Euro am Sonntag”, dass die Banken in diesem Jahr Abschreibungen im Kreditgeschäft in zweistelliger Milliardenhöhe zu verkraften haben. Der staatliche Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) fordert in diesem Zusammenhang die Banken auf, ihre Finanzen von unsicheren Wertpapieren zu befreien.

Für die deutschen Geld- und Finanzinstitute ist die Finanzkrise noch lange nicht ausgestanden. Der Präsident des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), Andreas Schmitz, sagte der Wirtschaftszeitung “Euro am Sonntag”, dass die Banken in diesem Jahr Abschreibungen im Kreditgeschäft in zweistelliger Milliardenhöhe zu verkraften haben. Der staatliche Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) fordert in diesem Zusammenhang die Banken auf, ihre Finanzen von unsicheren Wertpapieren zu befreien.
Schmitz erklärte, dass im Firmenkundengeschäft im dritten und vierten Quartal mit erheblichen Wertberichtigungen zu rechnen sei. Dabei werde es schwierig, die Wirtschaftsunternehmen mit ausreichend finanziellen Mitteln beziehungsweise mit Krediten zu versorgen. Es werde daher schwierig, schwach kapitalisierte Firmen, die vor allem im Auto- oder Maschinenbau angesiedelt sind, zu finanzieren. Auch das wenig rentable Privatkundengeschäft gestalte sich derzeit sehr schwierig.
Hannes Rehm, SoFFin-Leiter, fordert die Banken auf, ihre Bilanzen zu säubern und problematische Bilanzposten auszulagern. Rehm sagte der “Welt am Sonntag”, dass aus seiner Sicht die Lösung der Bad-Bank bislang zu wenig genutzt wurde. Die Banken haben durch die Auslagerungsgesellschaft die Möglichkeit, ihr Eigenkapital zu entlasten. Die Alternative, stattdessen bei knapper Kapitaldecke weniger Kredite zu vergeben, sei “volkswirtschaftlich nicht erwünscht”.
Der SoFFin-Leiter sagte, dass er die Ansicht vertrete, dass die Bankenbranche aus der Finanzkrise bislang noch nicht genug gelernt haben. Die Finanzmarktkrise sei eine Zäsur.  Er fordert, dass sich bestimmte Verhaltensweisen  wie auch er Wertekanon einiger Banker ändern müssen. Geldinstitute hätten sich zu weit von der übrigen Wirtschaft entfernt. Er verlangte in diesem Zusammenhang ein Umdenken bei der Gewährung von Bonuszahlungen. “Wenn sich alle Banken bewusst machen würden, dass das Einschreiten des Staates nicht nur der Rettung einzelner Institute diente, sondern der Existenzsicherung der ganzen Branche, würden die Bonustöpfe vielleicht etwas anders aussehen.”
Der Landesverbraucherschutzminister Peter Hauck (CDU) des Bundeslands Baden-Württemberg möchte mittels einer Initiative des Bundesrats die Offenlegung der Provisionen bei Fonds und anderen Finanzprodukten erzwingen. Er sagte: “Diesen Mittwoch berät der Verbraucherschutz-Ausschuss des Bundesrats über unseren Antrag, mit dem wir das Wertpapierhandelsgesetz ändern wollen.”
Hans-Werner Sinn, Präsident des Münchener Ifo-Instituts warnte die Regierung und die europäischen Staaten, auf dem nächsten G20-Gipfel den Plänen von US-Präsident Barack Obama zur Rettung der Banken zu folgen. Obama und Volcker haben die Trennung von Investment- und Geschäftsbanken vorgeschlagen. Dies würde das Ende europäischen Universalbankensystems bedeuten. Grundsätzlich sind die Vorschläge zwar verständlich, “aber für Europa gefährlich, weil Europa ein Universalbankensystem hat. Sollte es Obama gelingen, das Trennbankensystem bei den G20-Verhandlungen weltweit zu verankern, so würde das die Zerschlagung der europäischen Bankenwelt bedeuten – während sich die Auswirkungen der Reform für die USA in Grenzen hielten.”
(Quelle: ddp)
Unternehmer.de-Redaktion: Esther Hoffmann

Schmitz erklärte, dass im Firmenkundengeschäft im dritten und vierten Quartal mit erheblichen Wertberichtigungen zu rechnen sei. Dabei werde es schwierig, die Wirtschaftsunternehmen mit ausreichend finanziellen Mitteln beziehungsweise mit Krediten zu versorgen. Es werde daher schwierig, schwach kapitalisierte Firmen, die vor allem im Auto- oder Maschinenbau angesiedelt sind, zu finanzieren. Auch das wenig rentable Privatkundengeschäft gestalte sich derzeit sehr schwierig.

Hannes Rehm, SoFFin-Leiter, fordert die Banken auf, ihre Bilanzen zu säubern und problematische Bilanzposten auszulagern. Rehm sagte der “Welt am Sonntag”, dass aus seiner Sicht die Lösung der Bad-Bank bislang zu wenig genutzt wurde. Die Banken haben durch die Auslagerungsgesellschaft die Möglichkeit, ihr Eigenkapital zu entlasten. Die Alternative, stattdessen bei knapper Kapitaldecke weniger Kredite zu vergeben, sei “volkswirtschaftlich nicht erwünscht”.

Der SoFFin-Leiter sagte, dass er die Ansicht vertrete, dass die Bankenbranche aus der Finanzkrise bislang noch nicht genug gelernt habe. Die Finanzmarktkrise sei eine Zäsur.  Er fordert, dass sich bestimmte Verhaltensweisen  wie auch der Wertekanon einiger Banker ändern müsse. Geldinstitute hätten sich zu weit von der übrigen Wirtschaft entfernt. Er verlangte in diesem Zusammenhang ein Umdenken bei der Gewährung von Bonuszahlungen. “Wenn sich alle Banken bewusst machen würden, dass das Einschreiten des Staates nicht nur der Rettung einzelner Institute diente, sondern der Existenzsicherung der ganzen Branche, würden die Bonustöpfe vielleicht etwas anders aussehen.”

Der baden-württembergische Landesverbraucherschutzminister Peter Hauck (CDU) möchte mittels einer Initiative des Bundesrats die Offenlegung der Provisionen bei Fonds und anderen Finanzprodukten erzwingen. Er sagte: “Diesen Mittwoch berät der Verbraucherschutz-Ausschuss des Bundesrats über unseren Antrag, mit dem wir das Wertpapierhandelsgesetz ändern wollen.”

Hans-Werner Sinn, Präsident des Münchener Ifo-Instituts warnte die Regierung und die europäischen Staaten, auf dem nächsten G20-Gipfel den Plänen von US-Präsident Barack Obama zur Rettung der Banken zu folgen. Obama und Volcker haben die Trennung von Investment- und Geschäftsbanken vorgeschlagen. Dies würde das Ende europäischen Universalbankensystems bedeuten. Grundsätzlich sind die Vorschläge zwar verständlich, “aber für Europa gefährlich, weil Europa ein Universalbankensystem hat. Sollte es Obama gelingen, das Trennbankensystem bei den G20-Verhandlungen weltweit zu verankern, so würde das die Zerschlagung der europäischen Bankenwelt bedeuten – während sich die Auswirkungen der Reform für die USA in Grenzen hielten.”

(Quelle: ddp)

Unternehmer.de-Redaktion: Esther Hoffmann

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Ein Kommentar »

  • Reiner Tiroch sagt:

    Wenn alle Banken endlich mal ihre Bilanzen säubern und den Schrott in Bad-Banks verlagern würden obwohl erst 50% abgeschrieben sind, könnte auch der schlechteste Rechner erkennen, dass dieses System nicht nur Ebula hat, es ist sogar Schrottreif.

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