Mit Kontokorrentkredit finanzielle Engpässe überwinden

Veröffentlicht am 4. Mai 2016 in der Kategorie Finanzen & Steuern von

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Kontokorrentkredit: Finanzielle Engpässe überwinden

Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen müssen nicht selten ums Überleben kämpfen und gehen nur haarscharf an einer Insolvenz vorbei. Schuld an dieser prekären Situation sind Kunden, die nicht rechtzeitig zahlen sowie gestiegene Kosten für die Produktion oder für Rohstoffe, auch wenn die Konditionen der Lieferanten nicht stimmen, dann geht das Firmenkapital schnell zur Neige.

Ist das der Fall, dann ist es keine gute Idee, sofort in die Insolvenz zu gehen, eine bessere Wahl ist ein schneller und unkomplizierter Kontokorrentkredit, der wieder für Liquidität sorgt.

Die Vorteile eines Kontokorrentkredits

Streng genommen ist ein Kontokorrentkredit nichts anderes als ein Dispokredit, denn die Bank räumt einem Unternehmen einen variablen Kredit auf dem Geschäftskonto ein. Der große Vorteil eines Kontokorrentkredits ist die große Flexibilität, der Kredit wird immer genau an die Bedürfnisse angepasst und kann erst dann in Anspruch genommen werden, wenn das Geld auch wirklich gebraucht wird.

Niedrigere Zinsen & Bürgen selten nötig

Um die Sicherheit zu garantieren, sind Bürgen bei einem Kontokorrentkredit nur selten notwendig, auch die Zinsen sind häufig viel niedriger als bei einem herkömmlichen Kredit. Die Vorteile eines Kontokorrentkredits auf einen Blick:

  • Der Zahlungsverkehr kann schnell abgewickelt werden
  • Die Liquidität bleibt bestehen
  • Alle Investitionen können besser getätigt werden

Ein Anspruch auf einen Kontokorrentkredit besteht nicht, die Bank entscheidet, ob der Kredit genehmigt wird. Wer jedoch die Vor- und Nachteile abwägt, der wird sehr schnell feststellen, wie praktisch dieser Kredit ist, um finanzielle Engpässe schnell und unbürokratisch zu überwinden.

Die Alternative zur Insolvenz

Selbst wenn es im vergangenen Jahr weniger Firmenpleiten gab, mussten trotzdem 23.230 Unternehmen Insolvenz anmelden. Vielfach ist falsches Management daran schuld, aber auch Mittelstandsanleihen, die mit einem Gang an die Börse verbunden waren, haben viele kleine und mittelständische Unternehmen in den Bankrott getrieben.

So weit muss es nicht kommen, denn Zahlungsprobleme entstehen nicht von heute auf morgen, alarmierende Signale gibt es schon vorher. Wenn die ersten kleinen Probleme auftauchen, dann wird es Zeit zu handeln und sich nach einem Kredit umzuschauen. Die Kreditsumme zu niedrig zu wählen, ist allerdings nicht zu empfehlen. Zeitgleich sollten die Konditionen unter die Lupe genommen werden, denn auch ein Lieferantenkredit kann sehr hilfreich sein.

Was ist ein Lieferantenkredit?

Ein Lieferantenkredit kann und sollte immer ein kurzfristiger Kredit sein, den ein Lieferant seinem Kunden anbietet. Als Sicherheit dient bei einem solchen Kredit meist der Eigentumsvorbehalt, vor allem kleine Unternehmen und Handwerksbetriebe können von einem Lieferantenkredit profitieren.

Formverträge gibt es für Lieferantenkredite selten, meist wird auf den Kaufverträgen vermerkt, dass die Zahlung innerhalb von zehn Tagen oder nach 30 Tagen erfolgt. Viele Lieferanten bieten ihren Kunden mit der Aussicht auf zwei Prozent Skonto noch einen weiteren Anreiz, die Rechnung innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu bezahlen.

Nachteil: Hoher Jahreszins

Die Nachteile eines Lieferantenkredits liegen im hohen effektiven Jahreszins. Das heißt, wenn der Kunde auf den Preisnachlass verzichtet, dann kann es vorkommen, dass der effektive Jahreszins bei bis zu 30 % liegen kann. Da die Höhe der Zinsen nicht aus der Rechnungssumme hervorgeht, glauben viele, dass sie zwar einen Kredit bei ihrem Lieferanten haben, aber für diesen Kredit keine Zinsen zahlen müssen.

(Einzelbildnachweise: geld, geldbaum © shutterstock.com)