EU schließt Internetseiten mit unseriösen Klingeltonangeboten
Die EU-Kommission hat zahlreiche Internetseiten mit unseriösen Klingeltonangeboten geschlossen beziehungsweise deren Korrektur durchgesetzt. Wie die Behörde am Dienstag in Brüssel mitteilte, wurden bei einer Überprüfung entsprechender Anbieter bei 301 Websites massive Verstöße gegen das EU-Verbraucherrecht festgestellt. Mehr als die Hälfte der Seiten hätten sich gezielt an Kinder gerichtet. In 70 Prozent der beanstandeten Fälle seien die Probleme inzwischen gelöst. 54 Internetseiten seien geschlossen und die Inhalte auf 159 Seiten auf Betreiben der Kommission beziehungsweise der zuständigen nationalen Behörden korrigiert worden.
In Deutschland hätten die Anbieter von Klingeltönen auf 13 Websites gegen das Verbraucherrecht verstoßen. In allen Fällen seien die beanstandeten Inhalte inzwischen korrigiert beziehungsweise die Seiten geschlossen worden.
Moniert wurden nach Angaben der Behörde fehlende oder lückenhafte Preisinformationen, unvollständige Angaben zum Händler sowie irreführende Werbung und Informationen.
«Die EU-weite Untersuchung war eine direkte Reaktion auf Hunderte von Beschwerden von Eltern und Verbrauchern aus zahlreichen EU-Mitgliedstaaten. Junge Menschen sollten nicht Gefahr laufen, auf irreführende Werbung für angeblich kostenlose Klingeltonabonnements hereinzufallen», sagte EU-Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva.
(Quelle: ddp)
Unternehmer.de-Redaktion: Manuel Schade
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